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Projekt Arbeitstrainingsplätze

 

Projekt Arbeitstrainingsplätze

Projektziel

Die Teilhabe am Arbeitsleben ist gerade für Menschen mit einer psychischen Behinderung von besonderer Bedeutung. Vorrangiges Ziel ist es daher, Menschen, die infolge einer psychischen Erkrankung erwerbslos sind, schrittweise an die Anforderungen des Arbeitslebens heran zu führen, um eine für den allgemeinen Arbeitsmarkt ausreichende Erwerbsfähigkeit (wieder-)herzustellen. Das geschieht durch ein betreutes Arbeitstraining im allgemeinen Arbeitsmarkt, die maximale Dauer des Arbeitstrainings beträgt 2 Jahre.

Zielgruppe

Das Projekt Arbeitstrainingsplätze wendet sich mit seinem Angebot an Menschen einer psychischen Erkrankung, die bei der beruflichen (Wieder-)Eingliederung einer begleitenden psychosozialen Betreuung bedürfen. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Bezug von Arbeitslosengeld II. Die TeilnehmerInnen sind in der Regel zunächst weniger als halbtags beruflich belastbar.
In erster Linie richtet sich das Angebot an Menschen mit Psychose-Erkrankungen, die zur Chronifizierung neigen und an Menschen mit krankheitswertigen Neurosen und Persönlichkeitsstörungen in Verbindung mit  sozialen Anpassungsschwierigkeiten. Für Personen mit Suchterkrankungen oder geistigen Behinderungen stellt sich keine Indikation.

Einbindung der Maßnahme in den regionalen Arbeitsmarkt

Das Arbeitstraining besitzt den Charakter eines Praktikums in Betrieben und Behörden des allgemeinen Arbeitsmarktes.
Kennzeichnend für einen Arbeitstrainingsplatz sind Arbeitsbedingungen, die den jeweiligen beruflichen Fähigkeiten und gesundheitlichen Einschränkungen der ProjektteilnehmerInnen angepasst sind und während des Verlaufes schrittweise verändert werden können. Der Einstieg in das Arbeitstraining erfolgt in der Regel unterhalbschichtig (weniger als 4 Stunden tägliche Arbeitszeit). Die berufliche Integration durch ein niedrigschwelliges Angebot bietet eine stufenweise Hinführung an die Belastungen des Erwerbslebens und macht es Arbeitgebern leichter, Menschen mit einer psychischen Behinderung im Betrieb einzusetzen. Während des gesamten Arbeitstrainings erfolgt eine engmaschige Betreuung der Trainierenden und des Betriebes durch eine Mitarbeiterin des Projektes.

Durchführung

Die Durchführung des ambulanten Berufsintegrationsprojektes erfordert ein ganzheitliches Rehabilitationskonzept. Im Hinblick auf die berufliche Wiedereingliederung sind Aspekte aus der aktuellen Lebenssituation der KlientInnen, die Art der Krankheitsverarbeitung, die Risikofaktoren und die individuelle Lebensplanung zu berücksichtigen.

Das Angebot des Projektes besteht in einer einzelfallbezogenen Beratung und Begleitung. Kooperierende Betriebe werden von der gleichen Bezugsperson beraten und unterstützt.

Im Einzelnen gliedern sich die Leistungen wie folgt:

  • Abklärung der Voraussetzungen für die Teilnahme am Arbeitstraining in formaler und arbeitstechnischer Hinsicht
  • Vorbereitung auf das Arbeitstraining:
    Erhebung biographischer Daten zum beruflichen Werdegang und zu der 
    Krankheitsgeschichte, Erstellung eines Leistungsprofils
  • Erstellung eines individuellen Integrationsplanes
  • Akquise eines geeigneten, möglichst wohnortnahen Arbeitstrainingsplatzes in einem Betrieb oder einer Behörde
  • Betreuung der TeilnehmerInnen während des gesamten Arbeitstrainings in regelmäßigen Einzelgesprächen
  • Beratung des kooperierenden Betriebes, regelmäßige gemeinsame Reflektion und Planung des weiteren Verlaufs im Trialog mit  TeilnehmerIn und Arbeitgeber
  • Koordination der einzelnen Schritte zur Wiedereingliederung mit Ämtern, Behörden und komplementären Einrichtungen 
psychiatrischer Versorgung; Klärung finanzieller Hilfen
  • Bei Bedarf Einbeziehung von Angehörigen, Sozialbeiständen und Betreuern in die Beratung
  • Gegen Ende des Arbeitstrainings Ausloten der anschließenden Beschäftigungsmöglichkeiten, Unterstützung bei Bewerbungen, Verhandlung mit potenziellen Arbeitgebern, Vermittlung finanzieller Förderung

Vernetzung

Das Projekt Arbeitstrainingsplätze arbeitet eng mit Anbietern beruflicher Rehabilitation und psychosozialer Versorgung im Regionalverband Saarbrücken zusammen.
Regelmäßige Treffen der Mitarbeiter gewähren einen aktuellen Informationsaustausch. Zudem finden je nach den Erfordernissen des Einzelfalls Besprechungen zwischen den Bezugspersonen der kooperierenden Anbieter und den Betroffenen statt, um den individuellen Verlauf gemeinsam zu planen und die Angebote aufeinander abzustimmen.

 


Projektträger und organisatorische Rahmenbedingungen

Projektträgerin ist die Saarland Heilstätten GmbH mit den Gesellschaftern Regionalverband Saarbrücken, Deutsche Rentenversicherung Saarland, Arbeiterwohlfahrt und Deutsche Rentenversicherung Knappschaft - Bahn - See. Die Saarland Heilstätten GmbH hat jahrelange Erfahrung im Bereich der Rehabilitation psychisch kranker Menschen (Arbeitstrainings- und Therapiezentrum) und in der beruflichen Eingliederung von Menschen mit einer psychischen Behinderung im allgemeinen Arbeitsmarkt (Projekt HORIZON).

Das Projekt Arbeitstrainingsplätze befindet sich im Zentrum Saarbrückens und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar. 
Das Team setzt sich aus Diplom-Sozialarbeiterinnen und einer Verwaltungsfachkraft zusammen. Die Mitarbeiterinnen haben langjährige Berufserfahrung und umfassende Kenntnisse in der Betreuung von Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Die Personal- und Sachkosten für das Projekt Arbeitstrainingsplätze werden als Leistung zur Eingliederung in Arbeit im Rahmen der Kommunalen Eingliederungsleistungen nach § 16a SGB II vom Regionalverband finanziert.

Team/Kontakt

Martin Stoiber
Verwaltungsdirektor
Telefon: +49 (0) 6 81/8 89 25-29
Fax: +49 (0) 6 81/8 89 20-23

Eva Schommer-Harth
Dipl.-Sozialarbeiterin, Fachliche Leitung
Telefon: +49 (0) 6 81/3 89 12-22
Fax: +49 (0) 6 81/3 89 12-25

Angela Fixemer
Dipl.-Sozialarbeiterin, Fachliche Leitung
Telefon: +49 (0) 6 81/3 89 12-21
Fax: +49 (0) 6 81/3 89 12-25

Jessica Laskowski
Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin BA
Telefon: +49 (0) 6 81/3 89 12-34
Fax: +49 (0) 6 81/3 89 12-25

Ursula Hoen
Sekretariat/Verwaltung
Telefon: +49 (0) 6 81/3 89 12-24
Fax: +49 (0) 6 81/3 89 12-25

Infofolder

Projekt Arbeitstrainingsplätze

Vorbereitung, Vermittlung und Betreuung eines Trainings im allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit einer psychischen Behinderung.

Download als PDF

Kontakt

Telefon: +49 (0) 6 81/3 89 12-24

Fax: +49 (0) 6 81/3 89 12-25

E-Mail: projekt_atp(at)sb.shg-kliniken.de

Adresse

Projekt Arbeitstrainingsplätze
Großherzog-Friedrich Straße 11
66111 Saarbrücken